Wieso nehme ich zu, wenn ich mehr Sport treibe? Diese Frage kommt dem Einen oder Anderen sicherlich bekannt vor. Wenn trotz eines erhöhten Sportpensums, die Zahl auf der Waage ansteigt, ist es schnell demotivierend für den Betroffenen. Dabei heißt dies nicht unbedingt, dass das Training erfolglos war. Denn es gibt ein paar einfache Erklärungen, die dir helfen können zum gewünschten Ergebnis zu kommen:

1. Muskeln sind schwerer als Fett:
Oft werden Erfolge anhand des Gewichts festgemacht. Dabei ist das Gewicht nicht ausschlaggebend für Deinen Fitnesszustand. Denn wenn Du Sport treibst, werden automatisch Muskeln aufgebaut, welche mehr wiegen als Fett. Entsprechend sollten Erfolge am Körperfettanteil gemessen werden, was häufig im Fitnessstudio durchführbar ist. Das Spiegelbild zeigt Dir immer noch am besten den körperlichen Fortschritt.

2. Die falsche Ernährung:
Nach dem Sport hast Du dir die Pizza auch verdient? Die Annahme, dass Sport alleine zum Abnehmen genüge ist leider weit verbreitet. Dabei ist die richtige Ernährung ausschlaggebend für eine Gewichtsabnahme. Ein Kaloriendefizit ist hier leider unvermeidlich. Entsprechend sollte der individuelle Kalorienverbrauch berechnet werden, um ein passendes Kaloriendefizit zu ermitteln. Hierbei können die Studiomitarbeiter Dir sicherlich behilflich sein. Außerdem ist es wichtig auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten und nicht nur auf die Kalorienzufuhr. Denn viele Studien zeigen, dass Lebensmittel einen unterschiedlichen Effekt auf den Körper haben. Vielleicht sind Dir die verschiedenen Kaloriendichten der Lebensmittel noch gar nicht bewusst. Hier hilft es die eigenen Kalorien für einen gewissen Zeitraum zu tracken.

3. Hormonelle Ursachen:
Bei Frauen sind Gewichtsschwankungen auch Zyklusabhängig. Schuld dafür ist das Hormon Progesteron, welches zu bestimmten Zeiten im Zyklus mehr Wasser einlagert. Entsprechend ist auf die Waage eher kein Verlass, weswegen andere Messgeräte vorteilhafter sind.

4. Zu niedrige Intensität oder zu wenig Abwechslung beim Training:
Studien zeigen, dass besonders ein „High Intensity Training“ den Stoffwechsel ankurbelt und somit beim Abnehmen hilft. Entsprechend kannst Du ausprobieren eine lange Cardio-Einheit mit niedriger Intensität, durch eine HIT Trainingseinheit auszutauschen. Allgemein wird oftmals nur zu Cardio-Einheiten geraten, wobei eine Mischung aus Kraft-und Ausdauertraining viel effektiver ist. Die Abwechslung sorgt nicht nur für Spaß im Training, sondern bringt dir auch den größten Erfolg.

5. Crash-Diäten:
Bei einer zu geringen Kalorienzufuhr, fehlt Dir die Energie um Leistung beim Sport zu erbringen. Außerdem schaltet der Körper schnell auf Sparflamme und senkt den Kalorienverbrauch, um mit dem Energiedefizit trotzdem alle lebenswichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten. Eine Gewichtsreduktion bleibt entsprechend aus. Dieser natürliche Instinkt half uns früher bei Nahrungsmittelknappheit zu überleben, wobei der verlangsamte Stoffwechsel jetzt eher unvorteilhaft ist. Folglich sollte nur ein geringes Kaloriendefizit gewählt werden, um den Stoffwechsel nicht herunterfahren zu lassen.

6. Ungeduld:
Eine Woche das Trainingsprogramm durchgezogen und die Strandfigur scheint noch nicht zum Vorschein zu kommen? Geduld und Durchhaltevermögen sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Abnehmen braucht Zeit und die solltest Du dir auch nehmen. Crash-Diäten bringen keinen nachhaltigen Erfolg und auch exzessives Training wird Dich nicht schneller zu deinem Traumkörper bringen. Eine ausgewogene Ernährung mit einem leichten Kaloriendefizit, zusammen mit einem Sportprogramm welches auch Regenerationstage erlaubt, erzielen nach und nach die Wunschfigur. Und am wichtigsten: Du verlierst nicht so schnell den Spaß und die Motivation, deinen Lebensstil langfristig zu verändern.